Jan Fischer und Marcel Maas

Aufgebitcht und vollgepumpt

Auf der Suche nach dem Hildesheimer Traum. Eine Resignation


Fear and Loathing. Beginn. Versuchsanordnung. Euphorie.

We were somewhere around Barstow, on the edge of the desert, when the drugs began to take hold. Es ist das kälteste Ostern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und während Fear and Loathing in Las Vegas läuft, bekommen wir Magenschmerzen. Das ist das erste, was passiert, wenn du Holzrosensamen nimmst, egal wie fein gemörsert du sie mit Pudding vermischt. Zuerst kommt dein Magen damit nicht klar. Die Samen der Hawaiianischen Holzrose, oder auch Argyreia nervosa enthalten Mutterkornalkaloide und LSA und sind ausreichend für eine LSD-ähnliche Erfahrung.

Als unsere Mägen damit klarkommen, sagt Raoul Duke Two good old boys in a fire-apple-red convertible. Stoned. Ripped. Twisted. Good people und wir müssen grinsen. Das ist das erste: Das Zeug reißt einem die Mundwinkel hoch. Jede noch so bescheuerte Idee ist dann eine gute Idee.

Wir haben noch kein Thema für diese Reportage. Es reicht nicht, mit psychedelischen Drogen im Blut rumzuhängen und einen Film zu schauen. Wir brauchen mehr. Es reicht auch nicht, sich Hawaiihemden anzuziehen, und sich auf die Suche nach dem amerikanischen Traum zu machen. Der braucht Weite, offene Autos und Las Vegas. Wir haben Hildesheim.

Die Drogen wirken, und wir leisten eine Übertragung: Wir suchen den Hildesheim Dream. Von irgendetwas müssen die Menschen hier doch leben, irgendetwas müssen sie doch verhandeln. Sie müssen doch, so steht es in unseren Köpfen, von irgendetwas träumen. In some circles, the Mint 400 is a far far better thing than the Superbowl, the Kentucky Derby and the Lower Oakland Rollerderby Finals all rolled into one. Unser Mint 400 heißt mynt, und gilt in manchen Kreisen als die beste Disco, die diese Stadt zu bieten hat. Unser Las Vegas, heute, hier.

  » weiter …


Copyright © Jan Fischer und Marcel Maas – Jun 15, 2008